Ist die Versicherung eine gute Geldanlage?



Wer diese Frage genau und zutreffend beantworten möchte, der sollte bei seinem Gegenüber zuerst einmal checken, ob der den Unterschied zwischen kapitalisierenden Versicherungen und den Risikoversicherungen kennt. Kapitalisierende Versicherungen sind nämlich durchaus eine gute Geldanlage, während man das von den Risikoversicherungen nicht behaupten kann, sieht man einmal von den vereinbarten Schutz ab, den sie einem bieten. Zum lohnenswerten Kapitalaufbau sind sie jedoch nicht geeignet.

Doch welche Versicherungen fallen unter die Risikopolicen? Ein KFZ Versicherungsvergleich deckt beispielsweise auf, dass sowohl die Fahrzeughaftpflicht als auch die Kasko zu den Risikoversicherungen gehören. Wer nebenbei gleich nach dem Rechtsschutz im Straßenverkehr schaut, der hat schon mal die dritte Art der Risikoversicherung entdeckt. Ebenfalls in die Rubrik reine Risikoversicherung gehören die private Krankenversicherung, die Hausratversicherung, die Unfallversicherung sowie die Privathaftpflicht sowie ihr Gegenstück aus dem gewerblichen Bereich.

In die Rubrik Kapital bildende Versicherungen gehören die Lebensversicherungen und die Rentenversicherungen. Das Vergleichskriterium sollten hier aber nicht die offerierten Guthabenzinsen, sondern die garantierte Ablaufleistung bzw. die garantierte Rentenhöhe und ihre Laufzeit sein, denn nur das ist im Vertrag als Pflichtleistung vereinbart und kann später nötigenfalls auch eingeklagt werden. Manchmal sind sowohl die Rentenversicherung als auch die Kapitallebensversicherung ähnlich wie ein Sparplan an einen Fonds gekoppelt.

Dabei sind Verträge, bei denen nur ein Teil der Beiträge in einen Fonds gehen, genauso denkbar wie Policen, bei denen der vollständige Beitrag in einen konkret bezeichneten Investmentfonds gegeben wird, wobei die Versicherungen für ihre zu tätigenden Investitionen in aller Regel sogar Dachfonds bevorzugen. Solche Verträge können durchaus hohe Guthabenzinsen bringen. Steht keine staatliche Förderung dem entgegen, kann man die Guthaben aus der Versicherung auch beleihen, verkaufen oder verpfänden, um sich beispielsweise das Eigenkapital für eine Baufinanzierung zu beschaffen. Alle drei Varianten sollten einer Kündigung vorgezogen werden, weil eine Kündigung immer mit Verlusten verbunden ist.

Und welche Alternative hat man zur Geldanlage Versicherung? Das kommt ganz darauf an, welche Zielstellung man mit der Geldanlage verfolgen möchte. Mit Tagesgeld kann man sich finanzielle Reserven aufbauen, über die man jederzeit verfügen kann. Das Festgeld bietet bessere Zinsen, allerdings kommt man über die Laufzeit hinweg nicht an seine Einlagen heran. Mit einem Sparplan muss man sich noch länger binden und außerdem garantieren können, dass man monatlich eine bestimmte Summe auf das Sparkonto überweisen kann. Eine Verfügung ist im Normalfall erst zum Ende der vereinbarten Laufzeit möglich. Möchte man den Sparplan als Altersvorsorge fördern lassen, muss noch zudem ein konkreter Auszahlungsplan vereinbart werden, wenn man die Summe nicht zur Bildung von Wohneigentum verwenden möchte.