Nahezu jeder Bürger Deutschlands ist Kunde bei einer Bank. Ohne Girokonto tut man sich schwer, die Geschäfte des Alltags zu erledigen, und so gibt es mittlerweile sogar ein gesetzlich verbrieftes Recht auf ein Girokonto. Aber es gibt ja noch mehr Angebote im Finanzbereich, wovon auch der Durchschnittsbürger profitieren kann. Ein Depot beispielsweise ist weit verbreitet. Es gibt unterschiedliche Beweggründe für Privatpersonen, ein Depot zu eröffnen.
Im klassischen Sinn benutzt man es, um damit einen Aktienhandel zu betreiben. Man eröffnet ein Depot, ohne Gebühr wenn möglich, bei einem Internetbroker oder nutzt die Brokerplattform der eigenen Hausbank. Nun kann man entweder selbst täglich die Börsennachrichten lesen und die Aktienkurse studieren, um jederzeit auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu sein, und flexibel durch An- oder Verkäufe reagieren zu können, oder aber man wählt die ruhigere Variante, und bedient das Depot monatlich mit einer Sparrate, die man einmal festgelegt, per Dauerauftrag in das Depot monatlich einzahlt.
Man bespart damit einen Fonds, der mit dem Geld in aller Ruhe ohne Einflussnahme des Depotinhabers arbeitet, und in einigen Jahren den erhofften Gewinn abwirft. Ob ein Prämiensparvertrag die höheren Zinsen bringt, oder ob man beim Depot mit Zinsen kalkuliert, ist eine Frage der Risikobereitschaft. Denn der im Depot monatlich besparte Fonds wirft nur so viel ab, wie es die Lage an der Börse zulässt. Aber Aktien sind ohnehin langfristig zu beurteilen, so sagt eine alte Börsenweisheit und da ist viel Wahres dran, wie die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen.
Inwieweit man durch ein Depot mit Zinsen kalkulieren möchte, oder ob man lieber täglich den Inhalt des Depots optimiert, eines haben beide Anlegertypen gemeinsam, sie wollen am liebsten das Depot ohne Gebühr verwalten lassen. Anbieter, die ihr Depot ohne Gebühr bewerben, meinen damit in der Regel die Jahresgebühr, die als reine Verwaltungs- oder Grundgebühr verstanden werden muss. Für die Durchführung von beauftragten Transaktionen erheben die Banken die so genannten Ordergebühren, die allerdings ziemlich unterschiedlich ausfallen können.
Depot mit Zinsen, Depot monatlich, Depot ohne Gebühr
